Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs suspendiert; Ukraine meldet Bedenken bei zivilen Gefangenenaustauschen und angebliche Rekrutierung Minderjähriger durch Russland
Der Chefankläger des IStGH, Karim Khan, wurde suspendiert; Ukraine meldet Bedenken bei zivilen Gefangenenaustauschen und angebliche Rekrutierung Minderjähriger durch Russland. Zudem Vorwürfe gegen Rosatom und neue Angriffe in Saporischschja.
Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, Karim Khan, wurde im Zuge einer Untersuchung von Belästigungsvorwürfen suspendiert – sein Rechtsteam bezeichnet diese Entscheidung als „unlawful“. Unterdessen hat die Ukraine kürzlich 186 Bürger aus russischer Gefangenschaft repatriiert, überwiegend Militärangehörige, darunter nur einen Zivilisten. Ein Menschenrechtsexperte betonte die dringende Notwendigkeit, den Austausch ziviler Gefangener zu priorisieren, und schätzt, dass etwa 20.000 Zivilisten weiterhin festgehalten werden. Separat dokumentierte die ukrainische Strafverfolgung in diesem Jahr sechs Fälle, in denen russische Sonderdienste angeblich minderjährige Mädchen angeworben haben, um Auftragsmorde an ukrainischen Militärangehörigen zu begehen. Zudem bestehen weiterhin Vorwürfe über die Beteiligung von Rosatom-Mitarbeitern an der Besetzung des Kernkraftwerks Tschernobyl, nach einem gemeldeten russischen Drohnenangriff auf ein Atommülllager in der Tschernobyl-Zone am 7. Juni 2026. In der Region Saporischschja führten russische Streitkräfte 884 Angriffe auf 46 Siedlungen durch, die zwei Todesopfer und 38 Verletzte forderten. Quellen: Громадське, Радіо Свобода, Українська правда


