Russland soll bei Gefangenenaustausch ethnische Russen bevorzugen

Russland soll ethnische Russen bei Gefangenenaustausch bevorzugen, wie ein Bericht von Radio Svoboda nahelegt. Mehr als 6.000 Rückkehrer seit 2022.
Ein Bericht des Projekts „Siberia.Realities“ von Radio Svoboda legt nahe, dass das russische Verteidigungsministerium angeblich ethnische Russen bei den Austauschlisten für Kriegsgefangene bevorzugt habe. Laut Statistiken des ukrainischen Projekts „I Want to Live“ wurden zwischen 2022 und 2025 über 6.000 russische Soldaten durch Austausche nach Russland zurückgebracht, wobei 52 % davon im Jahr 2025 stattfanden. Der Bericht deutet auf eine Diskrepanz in der ethnischen Zusammensetzung der ausgetauschten Gefangenen im Vergleich zur gesamten Kriegsgefangenenpopulation hin. Während ethnische Russen 66 % aller russischen Kriegsgefangenen ausmachen, sind Berichten zufolge ein unverhältnismäßig hoher Anteil der Ausgetauschten ethnische Russen, was zu Vorwürfen der Diskriminierung nicht-ethnisch russischer Gefangener führt.