Weitere Unruhen in Belfast – Polizei setzt Wasserwerfer ein

Ein 30-jähriger Sudanese in Belfast angeklagt, nachdem es zu weiteren Unruhen und dem Einsatz von Wasserwerfern gekommen war.
Der 30-jährige Sudanese Hadi Alodid erschien am Mittwoch, dem 10. Juni, vor einem Richter in Belfast. Ihm wird versuchter Mord, Besitz einer Stichwaffe und Morddrohungen vorgeworfen. Er wurde bis zum 8. Juli in Untersuchungshaft genommen, nachdem er auf Rechtsbeistand verzichtet hatte und einen arabischen Dolmetscher benötigte. Dieser Gerichtstermin folgte auf eine zweite Nacht mit lokaler Gewalt in Belfast. Am Mittwochabend setzte die britische Polizei Wasserwerfer ein, um Demonstranten in der Nähe der Stadt zu zerstreuen. Die Vorfälle ereigneten sich vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen und einer großen Polizeipräsenz, nachdem es am Dienstag zu „rassistischen Ausschreitungen“ gekommen war, bei denen fremdenfeindliche Demonstranten Straßen blockierten und einen Bus, Autos und Häuser in Brand setzten.
Quelle: Le Monde — International
Quellen
Frühere Berichterstattung
- 10. Juni 2026, 22:00 UTCSudanesischer Mann nach Messerstecherei in Belfast angeklagt – Rechtsextreme Proteste
- 10. Juni 2026, 11:30 UTCVerdächtiger nach Messerangriff in Belfast unter Anklage gestellt – gewaltsame anti-immigrantische Proteste