Richard Wagners Antisemitismus tritt bei den Bayreuther Festspielen wieder zutage

Die Absage einer Rede von Michel Friedman zu Richard Wagners Antisemitismus bei den Bayreuther Festspielen sorgt für Diskussionen.
Der 150. Jahrestag der Bayreuther Festspiele hat erneute Aufmerksamkeit auf die antisemitischen Ansichten des Komponisten Richard Wagner gelenkt, nachdem eine geplante Rede von Michel Friedman abgesagt wurde. Friedman, ein Rechtsanwalt, Essayist und ehemaliger Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, sollte sich bei den Festspielen zu Wagners Antisemitismus äußern. Sein Vortrag wurde gestrichen, woraufhin er erklärte: "The ground of Bayreuth is contaminated." Friedmans Familiengeschichte umfasst Angehörige, die mit Hilfe von Oskar Schindler die Schoah überlebten. Der Vorfall hat die Diskussionen über Wagners Vermächtnis und dessen Verbindung zum historischen Kontext des Festivals neu entfacht.
Quellen: Le Monde — International