Verteidigungsminister Pistorius besucht Bundeswehr nahe der Grenze zu Belarus

Verteidigungsminister Pistorius besucht Bundeswehr in Litauen nahe der Grenze zu Belarus. Übung Freedom Shield 2026 mit 2.900 Soldaten aus acht NATO-Staaten.
Die Übungen zielen darauf ab, eine möglichst realistische Simulation dessen zu schaffen, wie eine Schlacht an der Ostflanke der NATO aussehen könnte. Für die Übung "Freedom Shield 2026" wurden rund 2.900 Soldaten – darunter 2.300 aus Deutschland – und etwa 800 Fahrzeuge aus acht NATO-Staaten auf dem Ausbildungsgelände Pabrade zusammengezogen, das etwa 20 Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt liegt. Litauen grenzt zudem an Kaliningrad, die westliche militarisierte Exklave Russlands an der Ostseeküste. Die Übung dürfte daher auch als Signal an Moskau interpretiert werden.
Die am 10. Juni begonnene Übung "Freedom Shield 2026" ist das erste Manöver in Litauen für die neu aufgestellte deutsche Panzerbrigade. Der Kommandeur, Brigadegeneral Christoph Huber, erklärte auf dem Militärübungsplatz Pabrade, dass er diese Übung für einen relevanten Schritt zur militärischen Einsatzbereitschaft halte. "We obviously learn from what we see in Ukraine.", so Huber.
Im September 2024 unterzeichneten Deutschland und Litauen ein zwischenstaatliches Verteidigungsabkommen, das alle Details der Stationierung der deutschen Brigade abschließend regelt – einschließlich der Unterbringung ihrer Familien und des Zugangs zu Bildung für Kinder. Derzeit sind rund 1.800 Bundeswehrangehörige in Litauen stationiert. Die Panzerbrigade soll bis 2027 als Kampfverband voll einsatzfähig sein, mit einer Gesamtstärke von etwa 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitenden.