Das von Russland annektierte Krim: kein Benzinverkauf für Zivilisten und ein rollierender Stromausfallplan

Ukrainische Drohnen- und Raketenangriffe auf die besetzte Krim treffen Infrastruktur. Russische Besatzungsbehörden schränken Benzinverkauf und öffentliches Leben ein.
Das russische Verteidigungsministerium gab am 23. Juni bekannt, es habe über Nacht 143 ukrainische Drohnen abgeschossen, darunter einige über der besetzten Krim. Lokale Telegram-Kanäle berichteten über Angriffe auf das Wärmekraftwerk in Kertsch. Die Überwachungsgruppe Crimean Wind meldete eine Reihe von Explosionen auf der gesamten Halbinsel Krim während der Nacht.
Die Besatzungsbehörden auf der Krim gaben die Folgen der Angriffe nicht offiziell bekannt.
Der Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme, Robert Brovdi, bekannt unter dem Rufzeichen „Madyar“, erklärte in einem Beitrag auf Telegram, dass die Angriffe in der Nacht zum Dienstag 60 Objekte zum Ziel hatten – ein Ölterminal, einen Gasverdichter, ein Umspannwerk und russische Radarsysteme auf der besetzten Krim.
Die ukrainischen Spezialoperationskräfte berichteten auf Threads, dass die Eisenbahnbrücke über den Nord-Krim-Kanal zerstört worden sei. Sie sei eine strategische militär-logistische Ader, Teil eines Transportkorridors vom Territorium der Russischen Föderation durch die Krim.
„Sorry, but we have an official urgent update: The railway bridge across the North Crimean Canal in Crimea no longer exists. The first one's gone“ – berichtete.
In den letzten Tagen wurden in der besetzten Stadt Sewastopol angesichts ukrainischer Angriffe auf die Halbinsel eine Reihe von vorübergehenden Beschränkungen eingeführt. Der von Russland eingesetzte Beamte Michail Raswoschajew kündigte Beschränkungen für den öffentlichen Nahverkehr und die Seeverbindungen an.
Ab dem 22. Juni verkürzte die Stadt auch die Öffnungszeiten von Einkaufszentren, Supermärkten und Gastronomiebetrieben. Alle öffentlichen Massenveranstaltungen wurden ebenfalls abgesagt. Kein Benzinverkauf für Zivilisten.
Vertreter der russischen Besatzung haben alle Kinder-Sommerlager geschlossen und alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt, während die Ukraine eine Drohnen- und Raketenkampagne gegen die Treibstoff- und Energieinfrastruktur der Halbinsel verstärkt.
Die Sperrung der Sommerlager trat ab Montag bis zum 1. September in Kraft und umfasst die „booking, the admission and accommodation of children and groups of children at children's holiday and health resorts“.