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Europäische Tage des Kulturerbes 2026 im Zeichen des Schutzes bedrohten Kulturerbes

Nexus Europa Redaktion
Veröffentlicht 23. Juni 2026
Europäische Tage des Kulturerbes 2026 im Zeichen des Schutzes bedrohten Kulturerbes

Die Europäischen Tage des Kulturerbes 2026 stehen unter dem Motto „Heritage at Risk: Revive, Resist, Reimagine“ und rücken bedrohtes Kulturerbe in den Fokus.

"Heritage at Risk: Revive, Resist, Reimagine" – so lautet das Motto der Europäischen Tage des Kulturerbes 2026.

Die Initiative will auf das kulturelle Erbe aufmerksam machen, das durch Klimawandel, Urbanisierung, bewaffnete Konflikte, Migration und rasche Digitalisierung bedroht ist. Die Organisatoren betonen, dass der Erhalt historischer Monumente, Traditionen und Sprachen unerlässlich sei, um das kulturelle Erbe an künftige Generationen weiterzugeben.

Die Europäischen Tage des Kulturerbes gelten als das größte Kulturevent dieser Art in Europa. Jährlich nehmen rund 20 Millionen Menschen daran teil, während in über 40 Ländern Aktivitäten im Rahmen des gemeinsamen Programms des Europarats und der Europäischen Union stattfinden.

Das Motto 2026 baut auf drei zentralen Prinzipien auf. Das erste, „Revive“, konzentriert sich auf die Wiederbelebung traditioneller Handwerke, Bräuche und mündlicher Überlieferungen durch Feste, Workshops und Bildungsprojekte. Das zweite, „Resist“, stellt Gemeinschaften in den Mittelpunkt, die sich für den Schutz des kulturellen Erbes vor Zerstörung und Verfall einsetzen. Das dritte, „Reimagine“, fördert den Einsatz digitaler Technologien, Kunst und internationaler Zusammenarbeit, um das Erbe für jüngere Generationen zugänglicher und relevanter zu machen.

Parallel zur Bekanntgabe des Jahresthemas veröffentlichte Europa Nostra seine Liste der sieben am stärksten gefährdeten Kulturerbestätten und Denkmäler in Europa für 2026. Zu den Stätten gehören das Dorf Katapola und die antike Stadt Minoa in Griechenland, die Fábri-Wassermühle in Ungarn, die Blower Hall in Luxemburg, die britischen Kasernen auf Fort Chambray in Malta, die Pulverfabrik Vale de Milhaços in Portugal, die reformierte Kirche von Sântămăria Orlea in Rumänien sowie die Weifert-Brauerei in Pančevo, Serbien.

Das Programm „Die 7 am stärksten gefährdeten“ läuft seit 2013 im Rahmen einer europaweiten Kampagne zum Schutz des kulturellen Erbes. Ziel ist es, auf Kulturerbestätten aufmerksam zu machen, die dringend Schutz und Restaurierung benötigen, und gleichzeitig Mittel für deren Erhalt zu gewinnen.

Die Organisatoren betonen, dass Erbe nicht nur aus Monumenten der Vergangenheit besteht, sondern auch aus dem kollektiven Gedächtnis Europas. Aus diesem Grund werden die Feierlichkeiten 2026 einen besonderen Schwerpunkt auf den generationenübergreifenden Wissenstransfer, die sprachliche Vielfalt und den Erhalt regionaler und Minderheitensprachen legen.