Eastern Frontier

EU verstärkt Abwehr gegen russische Drohnenbedrohungen

Nexus Europa Redaktion
Veröffentlicht 23. Juni 2026
EU verstärkt Abwehr gegen russische Drohnenbedrohungen

Die EU-Staats- und Regierungschefs beschließen auf dem Gipfel in Brüssel verstärkte Sicherheitsmaßnahmen gegen russische Drohnen, ausgelöst durch einen Vorfall in Rumänien.

Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedstaaten einigten sich auf dem Gipfel des Europäischen Rates am 18./19. Juni 2026 in Brüssel darauf, dass die Europäische Union ihre Sicherheitsmaßnahmen als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch russische Drohnen verstärken wird.

Der Entscheidung vorausgegangen war ein Vorfall in Rumänien, bei dem eine mit Sprengstoff beladene russische Drohne in ein Wohngebäude stürzte. In den Gipfelschlussfolgerungen verurteilte die EU zudem wiederholte Verletzungen des Luftraums von Mitgliedstaaten und andere hybride Angriffe im Zusammenhang mit Russland und Belarus.

Der Europäische Rat betonte die Notwendigkeit, den Schutz aller EU-Land-, Luft- und Seegrenzen zu verstärken, insbesondere entlang der östlichen Flanke. Zu diesem Zweck werden die Mitgliedstaaten die Umsetzung des EU-Aktionsplans für Drohnen- und Anti-Drohnen-Sicherheit beschleunigen und das Projekt "Eastern Flank Watch" weiterentwickeln, das der Überwachung potenzieller Bedrohungen entlang der Ostgrenze der Union dient.

Besonderes Augenmerk gilt der Verbesserung von Frühwarnsystemen, Luftverteidigungsfähigkeiten sowie Technologien zur Erkennung und Neutralisierung von Drohnen. Die EU-Staats- und Regierungschefs forderten zudem eine verstärkte Rüstungsproduktion und höhere Investitionen in innovative Lösungen zum Schutz kritischer Infrastruktur vor Drohnenangriffen.

Laut den Gipfelschlussfolgerungen wurden Drohnen und Anti-Drohnen-Systeme als zentrale Prioritäten für die Stärkung der europäischen Verteidigungsbereitschaft bis 2030 identifiziert.